Themen und Fragen anderer Besucher
Diese Themen und Fragen haben andere Besucher dieser Seite eingeschickt:
| 11.09.2009 15:06 | #################Redaktion############## Sehr geehrter Herr Behringer, vielen Dank für Ihre Anfrage. Uns freut Ihr Interesse an dem Dialogprozess zum geplanten Kohlekeizkraftwerk und dem Gesprächskreis Ingelheimer Aue. Wie Sie der Homepage des Gesprächskreises entnehmen können, haben sich die Teilnehmenden des Gesprächskreises zu Beginn ihrer Zusammenarbeit Regeln gegeben, die sich u.a. auch auf die Erweiterung des Teilnehmerkreises beziehen. Die Gruppe der Teilnehmenden, als Vertreter(innen) wichtiger gesellschaftlicher Gruppen und Interessenvetretungen, entscheidet danach darüber, ob zusätzlich Akteure in den Gesprächskreis eingeladen werden sollen. Gerne bringen wir Ihre Anfrage in die kommende Sitzung ein und informieren Sie im Anschluss über die Entscheidung der Gesprächskreisteilnehmer. Sie können uns gerne auch vorab Ihre Fragen oder Anmerkungen mitteilen, sodass wir auch diese in die Diskussion am 5. Oktober einbringen können. Ergänzend möchten wir Sie darauf hinweisen, dass der Gesprächskreis - wie bei den vergangenen Sitzungen auch - in Form einer Pressemitteilung über die Sitzung am 5. Oktober informieren wird. Diese Pressemitteilung und ggf. weitere Informationen finden Sie kurz nach der Sitzung ebenefalls hier auf der Homepage. Herzliche Grüße, Die Redaktion #################Redaktion############## |
| 31.08.2009 16:00 | Sehr geehrte Damen und Herren, muss man Vertreter einer bestimmten Organisation sein oder kann man auch als "normaler Mainzer" an den Sitzungen des Gesprächskreises teilnehmen? Mich würde z.B. die Präsentation des arrhenius-Berichts am 5. Oktober sehr interessieren. Viele Grüße, Andreas Behringer |
| 02.06.2009 10:01 | #############Redaktion############## Sehr geehrter Herr Worzfeld, der Gesprächskreis Ingelheimer Aue bietet Bürgerinnen und Bürgern am Mittwoch den 3. Juni von 19 – 21 Uhr in der Emmeransstraße 29 in Mainz die Gelegenheit sich über alle 16 Wettbewerbsanträge zu informieren. Im Anschluss an die Veranstaltung haben die Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 8. Juni Gelegenheit, sich die verschiedenen Architektenentwürfe anzusehen. Die Ausstellung findet ebenfalls in der Emmeransstraße 29 in Mainz statt und ist am Donnerstag, Freitag und Montag von 14 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Sieger des Wettbewerbs steht bereits fest. Das Frankfurter Büro Dietz-Joppien ist der Sieger des Wettbewerbs, den die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW AG) zur Gestaltung des neuen Kohleheizkraftwerkes auf der Ingelheimer Aue ausgeschrieben hat. Ihre Redaktion #############Redaktion############## |
| 28.05.2009 16:36 | Sehr geehrte Damen und Herren, wo und wann werden die Entwurfsvorschläge des Gestaltungswettbwerbes ausgestellt? Besteht die Möglichkeit einen Vorschlag zu wählen? Mit freundlichen Grüßen Matthias Worzfeld |
| 09.04.2009 10:56 | ##########Nachgefragt bei der KMW######### Sehr geehrter Herr Jaeck, wir haben Ihre Fragen an die KMW weitergeleitet und folgende Antwort erhalten: Sehr geehrter Herr Jaeck, es bleibt Ihnen selbstverständlich ungenommen, in den verschiedensten Dialogforen Ihre Meinung zum geplanten Kohleheizkraftwerk kund zu tun. Die KMW AG stellt sich allerdings die Frage, ob es Ihnen dabei konkret um Fragen geht oder ob Sie solche Foren in erster Linie als Plattform zur Dokumentation Ihrer ablehnenden Haltung gegen das Kohleheizkraftwerk nutzen möchten. Auch Letzteres steht Ihnen natürlich frei. Die KMW AG möchte Ihnen versichern: Wir haben verstanden, dass Sie die geplante Anlage auf der Ingelheimer Aue kritisch beurteilen. Nun zu Ihren jüngsten Einlassungen. Thema Umweltverträglichkeit: Ausnahmesweise haben Sie recht: Am umweltverträglichsten ist es, wenn wir gar nichts mehr tun. Wenn wir weniger oder gar keinen Strom mehr verbrauchen, müssen wir ihn gar nicht erst produzieren und stoßen weniger Schadstoffe aus. Fakt ist aber: Der Stromverbrauch in Deutschland steigt seit Jahren leicht an. Und er wird den meisten ernst zu nehmenden Prognosen nach in den nächsten Jahren allenfalls leicht sinken. Vielleicht können wir uns darauf verständigen, dass wir auch künftig eine Stromproduktion in Deutschland brauchen. Wir halten eine regionale Stromproduktion darüberhinaus aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität auch im Rhein-Main-Gebiet für dringend notwendig. Jetzt können wir gerne erneut darüber diskutieren, wie eine umweltverträgliche Stromproduktion aussehen soll. Die KMW AG hat nie bestritten, dass Gaskraftwerke bei der Klimabilanz und anderen Emissionen besser abschneiden als Kohlekraftwerke. Daher wollten wir ursprünglich ja auch ein neues Gaskraftwerk bauen. Über die Problematik Gas oder Kohle bei der Brennstoffbeschaffung haben wir uns auch schon etliche Male ausgetauscht. Der jüngste Konflikt Russland-Ukraine spricht eigentlich für sich. Wenn Gas also nicht geht und Atomkraft nicht gewollt ist, dann ist für eine Übergangszeit der Verzicht auf Kohle nicht möglich. Oder glauben Sie ernsthaft, dass die Erneuerbaren Energien kurz- und mittelfristig die deutsche Energieversorgung sichern könnten? Wir sind jetzt bei 15 Prozent. Und schon diese Zahl hört sich mehr an, als wirklich dahinter steckt. In Zeiten in denen nämlich kein Wind weht und es dunkel ist, leisten die Erneuerbaren Energien sehr viel weniger als diese 15 Prozent. Wir brauchen also auch langfristig Kraftwerke zur Sicherung der Energieversorgung. Interessant ist übrigens Ihre Bemerkung, dass Sie Atomkraftwerke für umweltfreundlicher halten als Kohlekraftwerke - dies ist in Ihrer Partei sicher nicht unbedingt mehrheitsfähig... Wenn wir also fossile Kraftwerke auch künftig brauchen, dann macht es Sinn, wenn wir dies möglichst effizient tun, das heißt dank moderner Technik neuerer Anlagen möglichst wenig Brennstoff benutzen und damit weniger Emissionen ausstoßen. Dies tut unser neues Kohleheizkraftwerk mit seinem weltweit herausragenden Wirkungsgrad von 46 Prozent und der umweltfreundlochen Kraft-Wärme-Kopplung. Diese ermöglicht neben der Stromproduktion auch die Fernwärmeerzeugung und erhöht damit den Brennstoffnutzungsgrad auf bis zu 60 Prozent. Und weil diese Anlage wesentlich effizienter ist als vergleichbare Altanlagen in Deutschland, werden diese älteren Kraftwerke in den nächsten Jahren auch nach und nach vom Markt genommen werden. Diese Tendenz wird durch den Zertifikatehandel unterstützt, der den Betrieb älterer Anlagen mit einem höheren CO2-Ausstoß weniger rentabel macht. Daher wird das in Mainz geplante Kohleheizkraftwerk in der Tat eine ältere Anlage aus dem Erzeugungsmarkt verdrängen und einen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten. Dass ein neues Kohlehezkraftwerk vor Ort hier in Mainz und Wiesbaden noch andere Emissionen wie etwa Feinstaub mit sich bringen wird, haben wir ebenfalls nie bestritten. Die KMW AG und mehrere unabhängige Gutachter sowie jetzt auch die Genehmigungsbehörde halten diese Zusatzbelastung allerdings für äußerst minimal. Deshalb ist das Kohleheizkraftwerk ja auch trotz der sehr strengen deutschen und europäischen Umweltbestimmungen genehmigt worden. An dieser Stelle sei zudem der Hinweis erlaubt, dass die KMW AG im Herbst 2008 angekündigt hat, dass die Feinstaub- und Stickoxidemissionen des neuen Kraftwerks freiwillig um die Hälfte unter den gesetzlich erlaubten Werten liegen werden. ##########Nachgefragt bei der KMW######### |
| 13.03.2009 20:41 | Sehr geehrte Damen und Herren, zu Ihrer Antwort vom 20.02.2009 10:53: Sie haben es grandios verpasst, meine Frage zu beantworten. Herzlichen Dank hierzu. Ich habe meine Frage auf das Versprechen der KMW bezogen, »sichere, umweltverträgliche und wirtschaftlich günstige Energieversorgung« zu gewährleisten. Ich stelle also fest, dass die Energieversorgung nur mit großen Zweifeln wirtschaftlich günstig sein wird, falls die Aussage überhaupt an Verbraucher gerichtet ist. Für KMW wird die Anlage immer wirtschaftlich laufen. Alle Kosten werden einfach auf die Kunden abgewälzt. Wie Verbraucher dürfen uns also in Zukunft über weiter kräftig steigende Strompreise freuen dürfen. Komme ich zu dem nächsten Versprechen: die Umweltverträglichkeit. Mit Sicherheit von den drei Versprechen das umfangreichste. Vielleicht komme ich schneller zu meiner Antwort. Die KMW verspricht »umweltverträgliche Energieversorgung«. Über die Definition von »umweltverträglich« lässt sich trefflich streiten. Es ist wie »gesund«. Welche Lebensmittel sind »gesund«, welche nicht? Ich denke: jedes Lebensmittel ist per se »gesund«, es kommt nur auf die eingenommene Menge an. Und so verhält es sich auch mit »umweltverträglich«. Es gibt keine Grenze, ab der die Umwelt nicht geschädigt wird. Somit ist jede Anlage umweltschädlich. Die Unterscheidung hier muss getroffen werden zwischen weniger, bzw. mehr umweltschädlich als … Auf welchen Vergleichswert beziehen Sie sich? Ich kann mir in Ihrer Situation folgenden Vergleich vorstellen: das Kraftwerk, das durch den umstrittenen Neubau ersetzt wird. Das sind lustigerweise zwei. Nämlich das bestehende GuD-Kraftwerk und das Kraftwerk, das jetzt 1 Million Tonnen mehr CO2 ausstößt, die eingespart werden. Auch das ist ein Versprechen der KMW: »das geplante KHKW wird signifikant niedrigere spezifische CO2-Emissionen als die im Betrieb befindlichen älteren Kohlekraftwerke ausstoßen. Dadurch gelingt es, die CO2-Emission bundesweit um rund 1 Mio. Tonnen pro Jahr zu reduzieren.«. Auf eine Nachfrage von mir, es ist schon eine Zeitlang her, konnte die KMW mir leider nicht sagen, welches ältere Kohlekraftwerk konkret abgeschaltet wird. Es wird kein älteres Kohlekraftwerk abgeschaltet. Wie kommt die KMW also auf die Behauptung, in Deutschland 1 Million Tonnen CO2 zu reduzieren? Wie der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel heute erst betont, wird der CO2-Ausstoß bundesweit durch den Zertifikatehandel gedeckelt und reduziert. Die 1 Million Tonnen CO2 wird also auch reduziert, wenn KMW das umstrittene Kohleheizkraftwerk nicht baut. Dumm nur, dass das Kraftwerk in einer Region gebaut werden soll, die auch ohne das Kraftwerk schon hoch belastet ist. Dieses Versprechen konnte die KMW also auch nicht halten. Also kann als Vergleich der Umweltverträglichkeit nur noch das bestehende GuD Kraftwerk herhalten. Da fällt der Vergleich recht einfach. Das GuD-Kraftwerk stößt nicht nur, weil es weniger Leistung hat, weniger Schadstoffe aus, sondern auch pro produzierter Kilowattstunde. Ich sehe, dass das umstrittene Kohleheizkraftwerk nicht »umweltverträglich« ist. Oder stellt die KMW es in Vergleich mit Regenerativen Energien? Oder gar Kernkraftwerke? Alles Fehlanzeige, sie sind alle »umweltfreundlicher«, einzig Kohlekraftwerke, die mit Braunkohle gefeuert werden sind wirklich noch »umweltschädlich« als das umstrittene Kohleheizkraftwerk. Wie kommt die KMW auf diesen Vergleich? Oder wird das nächste Versprechen gebrochen? In Erwartung Ihrer Antworten Ph. Jaeck |
| 20.02.2009 14:17 | Der Bau des Kohlekraftwerkes bringt doch keinen einzigen zusätzlichen Arbeitsplatz. Es wird danach weinger Personal als vorher benötigt. Die Abspaltung und Lagerung von CO'2 ist doch noch absolut theoretisch. Selbst wenn es gelingen sollte, man sieht doch bei den Endlagern für atomaren Müll, dass es nicht funktioniert. Es mag behauptet werden, dass CO'2 nicht so gefährlich wie Atommüll sei. Nun gut. Da aber die Sicherheit der Lager noch in keinster Weise gesichert ist, muß man davon ausgehen, dass dieses Geld somit zum Fenster rausgeworfen wäre. Dass das Kohlekraftwerk genehmigt wurde liegt doch an den laschen Gesetzen. Deutschland macht sich mit den Genehmigungen für Kohlekraftwerke im Ausland doch nur lächerlich. Da wird betont man müßte auf erneuerbare Energien setzen um die Klimakatastrophe abzuwenden und dann wird ein neues Kohlekraftwerk gebaut, wo ein altes garnicht stillgelegt werden kann, weil es kein altes gibt. Es doch ein Witz, wenn es heißt Deutschland könne es sich nicht leisten direkt in erneuerbare Energien zu investieren ohne vorher den Umweg über die Kohlekraft zu gehen. Wer soll es sich denn sonst leisten können? Ist dies positive Werbung für die Industrie der erneuerbaren Energien in Deutschland, wenn nicht einmal an selbst glaubt? Ich dachte Deutschland würde, sollte eine Vorreiterrolle bei der Energieumstellung übernommen, so geht das aber gründlich in die Hose. Hier würden sich die Politiker doch absolut unglaubwürdig machen. Einmal zu verkünden: Energiewende wegen CO'2 in jedem Politikermund, bis in die EU und UN, andererseits soviel CO'2 in die Luft schleudern, was weit über den Stromedarf von Mainz und Wiesbaden hinausgeht. Liebe KMW bitte lassen Sie den Quatsch mit dem Kohlekraftwerk. Es kostet uns nur unnötigerweise eine ganze Stange Geld, kostet uns Glaubwürdigkeit und bringt uns ein großes Stück weitere!!! Umweltzerstörung, das muß nicht sein!!! Viele Grüße Norbert Schmitt |
| 20.02.2009 10:53 | ####################Redaktion################# Sehr geehrter Herr Jaeck, vielen Dank für Ihre Frage. In der Antwort der KMW AG wird neben der von Ihnen angesprochenen Wirtschaftlichkeit auch auf die zukünftige Preisentwicklung für den Endkunden Bezug genommen. Im Statement der KMW AG wird deutlich, dass man heute noch keine genauen Aussagen darüber machen kann, wie der genaue Strompreis in der Zukunft aussehen wird. Vergleicht man Prognosen, wie sich die Kosten der Energiegewinnung der unterschiedlichen Energieträger voraussichtlich entwickeln werden, so zählt die aus einem Kohlekraftwerk gewonnene Energie heute unter einigen Fachleuten zu den günstigeren. Diese Antwort zu pauschalisieren ist jedoch nicht möglich. Wie Sie der Antwort der KMW AG entnehmen können, sind für die Preisentwicklung viele Faktoren wichtig. Zur künftigen Preisentwicklung können wir uns abgesehen von den Antworten, die Sie bereit erhalten haben, keine detaillierten Angaben machen. Ihre Redaktion ####################Redaktion################# |
| 08.01.2009 18:25 | Sehr geehrte Damen und Herren, zu Ihrer Antwort vom 07.01.2009 12:35: Ich in in der Tat ehrenamtlich der Sprecher des Arbeitskreises Umwelt des Kreisverbandes Wiesbaden der Grünen. Würde ich als solcher Kontakt zu Ihnen aufnehmen wollen, würde ich diese Funktion auch benennen. Hier spreche ich Sie aber als der Bürger, Wähler und (noch) Kunde an. Die "Behauptung", ich dürfe keine Fragen mehr stellen nehme ich mit den Frage, die ich stelle doch zurück. Ich freue mich, wieder in Dialog mit KMW zu treten. Anscheinend hatten Sie meine Frage nicht richtig verstanden. Ihre Antwort passt gar nicht zu meiner Frage. Ich bezweifle in meiner Frage nicht die Wirtschaftlichkeit des umstrittenen Kohleheizkraftwerks. Ich setze sie sogar voraus. Ich bin durchaus interessiert, dass Sie als Unternehmen Geld verdienen. Das ist der Sinn und Zweck Ihres Daseins als Unternehmen. Ich möchte aber als Kunde wissen, in welche Richtung sich der Strompreis durch das umstrittene Kohleheizkraftwerk bewegt. Ich gehe damit lediglich auf das Versprechen von KMW ein, "sichere, umweltverträgliche und *wirtschaftlich günstige* Energieversorgung für die Region" erzeugen zu wollen. Wie Sie selber schreiben, wurde "die Wirtschaftlichkeit des Kohleheizkraftwerks in mehreren Gutachten detailliert untersucht. Diese Analysen stammen nicht nur von Experten der KMW sondern auch von namhaften externen Beratern und Gutachtern.". Die KMW weiß also, wie der Strompreis in 10, 20 oder 30 Jahren sein wird. Ohne dieses Wissen kann sie die Wirtschaftlichkeit nicht abschätzen. Ich möchte nicht ein Mal den Preis in Euro und Cent wissen. Dass Sie diese Daten nicht veröffentlicht haben möchten, kann ich auch verstehen. Ich bin mir auch voll bewusst, dass ich als Kunde von ESWE gar nicht den Preis zahle, den die KMW ihren Vertriebspartnern berechnet. Ich möchte lediglich einen Ausblick haben, ob ich mit einer Verdopplung, Verdreifachung rechnen muss, oder bleibt der Preis konstant, oder sinkt er gar? Wenn ich schon mit dieser recht einfachen Frage so ausweichende Antworten erhalte, frage ich mich, wie es denn mit der Transparenz wirklich gestellt ist. Und wie lange es dauert, schwierigere Fragen beantwortet zu bekommen. Ich gebe Ihnen die Möglichkeit mich von dem Vorhaben zu begeistern! mit freundlichen Grüßen Ph. Jaeck |
| 07.01.2009 12:35 | #############Nachgefragt bei der KMW AG########### Sehr geehrter Herr Jaeck, anbei erhalten Sie die Antwort der KMW AG auf Ihre Frage vom 19.12.08: Die KMW AG kann nachvollziehen, dass Sie als Sprecher des Arbeitskreises Umwelt der Wiesbadener Grünen gerne Einzelheiten über die Wirtschaftlichkeitsberechnungen zum Kohleheizkraftwerk erfahren möchten. Es wurde Ihnen in der Vergangenheit entgegen ihrer Behauptung auch nie verboten, solche Fragen zu stellen. KMW hat sich für eine transparente Öffentlichkeitsarbeit entschieden, dies erkennen mittlerweile sogar Kritiker des Kraftwerksprojektes an. Dennoch gibt es Grenzen der Informationsmöglichkeiten eines Unternehmens, das im Wettbewerb steht. Und diese Grenzen sind zweifelsfrei erreicht, wenn es um genaue Wirtschaftlichkeitsberechnungen fürs Kohleheizkraftwerk oder Angaben zu Erlösen und Produktionskosten geht. Wenn die Preise für Kraftwerke und die Beschaffungskosten für Kohle wirklich allgemein in der Branche bekannt sind, wie Sie sagen, dann möchten wir Sie bitten, sich bei unseren Mitbewerbern über unsere Kosten- und Erlösstruktur zu erkundigen. Wir würden uns jedenfalls nicht anmaßen, aus der Ferne zu entscheiden, ob ein Kraftwerk an einem anderen Standort sinnvoll ist oder nicht. Für die Ingelheimer Aue können wir dies mit Ja beantworten. Noch einmal zum Thema Strompreis: Auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis mit. Der Strombedarf in Deutschland wird in den nächsten Jahren allenfalls moderat sinken. Selbst diese Annahme ist schon optimistisch, denn der Verbrauch ist in den vergangenen Jahren stets leicht gestiegen. Die Erzeugungskapazitäten bei uns werden wegen des beschlossenen Atomausstiegs und der Altersstruktur des bestehenden fossilen Kraftwerksparks trotz des geplanten massiven Zubaus erneuerbaren Energien zurückgehen. Es sei denn, man lässt die Atomkraftwerke länger laufen oder lässt ältere schmutzigere Kohlekraftwerke länger am Netz. Oder man baut moderne neue Kraftwerke mit geringerem Schadstoff- und CO2-Ausstoß. Selbst wenn Erneuerbare Energien 2020 rund 30 Pozent der Stromerzeugung in Deutschland übernehmen könnten - wie wollen Sie die restlichen 70 Prozent bereitstellen? Nur mit Erdgas? Wohin eine einseitige Abhängigkeit von einem Energieträger führen kann, sieht man ja augenblicklich eindrucksvoll beim Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine. Wenn es weiterhin vor Ort Widerstand gegen neue Kraftwerksprojekte gibt, dann wird mittelfristig in Deutschland eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage entstehen. Und dann steigen letztlich in Deutschland die Strompreise. Dies können Sie heute schon am Terminmarkt an der Strombörse EEX verfolgen, der zumindest Einblicke in die künftige Entwicklung erlaubt. #############Nachgefragt bei der KMW AG########### |
| 21.12.2008 11:17 | Wenn doch die Stadtwerke Mainz doch selbst zugesichert haben, bis 2020 20% der Energieerzeugung erneuerbar darzustellen - warum ist denn dieser gigantomanische Klimakiller noch notwendig? - Das bestehende GuD-Kraftwerk reicht völlig aus in Kombination mit Ausbau der regenerativen Energien, aktive Maßnahmen der Stadtwerke- effizient mit Energieverbrauch umzugehen und dezentralen Lösungen.Experten wie Prof. Leprich von der HTW Saarbrücken sprechen von einen stagnierenden Stromverbrauch bis 2020. Der Kohleblock ist wohl in Augen der KMW notwendig, Profit zu machen und Strom außerhalb des Versorgungsgebiets zu verkaufen - was im Strommarkt der Zukunft erhebliche Risiken haben wird. Über die bereits genehmigten u. in Bau befindlichen Großkohlekraftwerken darf keine einzige Anlage mehr dazukommen, ohne die Klimaschutzziele der BRD zu kippen! |
| 19.12.2008 19:16 | Sehr geehrte Damen und Herren, zu Ihrer Antwort vom 19.12.2008 15:26: Mit einer solchen Antwort habe ich gerechnet. Selbstverständlich erwarte ich nicht, dass intere Zahlen und Kalkulationen offen gelegt werden. Wenn das mir natürlich am liebsten wäre. Aber bleiben wir realistisch. Daher schrieb ich: "Meine Frage, vor allem als Verbraucher: wie wird sich der Strompreis im Laufe der Laufzeit entwickeln? Die Frage ist natürlich nicht einfach zu beantworten, weil ich nicht von KMW Strom beziehe, sondern noch von ESWE. Daher erwarte ich auch keine absoluten Beträge in Euro, was der Strom in 10, 20 oder 30 Jahren kostet. Aber da die Wirtschaftlichkeit in unzähligen Gutachten mehrerer Beratungsunternehmen attestiert wurde, gibt es Berechnungen, um welchen Faktor der Strompreis sich ändern wird. Analog dazu werden auch die Endverbraucherpreise sich bewegen. KMW wirbt damit, dass der Strompreis mit dem umstrittenen Kohleheizkraftwerk wirtschaftlich günstig bliebe. Das heißt also, dass der Strompreis unter dem Bundesdurchschnitt bleibt." Der wichtigste Satz darin lautet also: in welchem Rahmen wird sich der Strompreis in Zukunft den Gutachten nach bewegen? Es kann durchaus sein, dass der Strompreis sich inzwischen an der Strombörse bildet. Aber erstens kann ich mir nicht vorstellen, dass die KMW sich auf eine solch unsichere Einnahme verlassen will, das bringe jedem Controller und Risikomanager schlaflose Nächte. KMW wird bestimmt nicht seinen Strom unter gewissen kakulierten Preisen verkaufen. Zweitens kann ich mir nicht vorstellen, dass die ESWE sich ebenfalls auf solche Unsicherheit einlassen würde. Immerhin hat die KMW zwei verbundene Unternehmen, die den produzierten Strom vertreiben könnte. ENTEGA hat die Zeichen der Zeit erkannt und vertreibt nur noch Ökostrom; die ESWE verstärkt immerhin die Bestrebungen. Was liege also näher für KMW und ESWE, einen Stromliefervertrag aufzusetzen, um die Preise in Zukunft in beider Vorteil abzusichern? Drittens sind die Preise in der Branche für den Bau eines Kraftwerks und für den Rohstoff Kohle durchaus bekannt. Jeder Mitbewerber kennt also Ihre Kosten und kann Ihre Kalkulation nachrechnen. Ein Kraftwerk, dass in Mainz gebaut wird, wird eine ähnliche Kostenstruktur haben, wie anderswo in der Republik. Insofern ist meine Frage nicht nur berechtigt, sondern auch beantwortbar. Erlauben Sie mir noch einen Seitenhieb. Sie schreiben: "Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG ist nicht das einzige Unternehmen, das in Deutschland aktuell ein neues Kohlekraftwerk bauen und betreiben möchte - auch andere Energieversorger schätzen die Wirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken also anders ein, als es etwa die Bürgerinitiativen tun." Wie kommt es dann, dass andere Kohlekraftwerke, die gebaut werden sollten, eben wegen der Wirtschaftlichkeit nicht gebaut werden? Das sollte der KMW bekannt sein. mit freundlichen Grüßen Ph. Jaeck |
| 19.12.2008 15:26 | ######Nachgefragt bei der KMW AG####### Sehr geehrter Herr Jaeck, vielen herzlichen Dank für Ihre Frage vom 9. Dezember. Wir haben bei der KMW AG nachgefragt und folgende Antwort erhalten: Die Wirtschaftlichkeit des Kohleheizkraftwerks wurde in mehrere n Gutachten detailliert untersucht. Diese Analysen stammen nicht nur von Experten der KMW sondern auch von namhaften externen Beratern und Gutachtern und sind den entscheidenden Gremien der KMW bekannt. In der Öffentlichkeit kann die KMW AG sensible betriebswirtschaftliche Daten nicht im Einzelnen erörtern, zumal es Vertraulichkeitsvereinbarungen mit anderen Unternehmen gibt. Dafür bitten wir um Verständnis. Man kann sicher auch nicht erwarten, dass die KMW öffentlich und damit für Konkurrenzunternehmen auf dem Energiemarkt leicht nachvollziehbar, ihre Kalkulationen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen offen legt. Ein Hinweis an dieser Stelle sei erlaubt: Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG ist nicht das einzige Unternehmen, das in Deutschland aktuell ein neues Kohlekraftwerk bauen und betreiben möchte - auch andere Energieversorger schätzen die Wirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken also anders ein, als es etwa die Bürgerinitiativen tun. Nur ein Beispiel in diesem Zusammenhang: Noch vor einem halben Jahr wiesen Gegner des geplanten Kohleheizkraftwerks auf zwischenzeitlich stark gestiegene Kohlepreise hin und deuteten diese als Beweis für die Unwirtschaftlichkeit des Projektes auf der Ingelheimer Aue. KMW wies damals darauf hin, dass der Preisanstieg unter anderem an kurzfristigen Problemen bei internationalen Verlade- und Frachtkapazitäten lag und sich dieses Problem wieder normalisieren wird. Und heute? Der Kohlepreis ist wieder auf das von Fachleuten erwartete Niveau gesunken. Zum Thema Gaskraftwerk: KMW hätte gern ein mit Erdgas betriebenes neues Kraftwerk in Mainz errichtet. Trotz europaweiter Ausschreibungen konnte das Unternehmen bisher keine langfristigen Lieferverträge für Kraftwerksgas zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen erhalten. Deshalb ist auch die Zukunft des bestehenden modernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerks nach 2014 nicht gesichert. Kohle als Brennstoff ist weltweit verfügbar, die Kohlevorkommen reichen weit mehr als 150 Jahre, bei Erdgas sind es nur 65 Jahre. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wie etwa Russland sind beim Gas deutlich größer. Dieses Problem hat übrigens nicht nur KMW: Die meisten anderen Kraftwerksbetreiber setzen inzwischen ebenfalls auf den Brennstoff Kohle Zur Frage nach dem Strompreis: "Heute bilden sich die Strombezugspreise der Stadtwerke nach Angebot und Nachfrage, während sie vor der Liberalisierung an den Erzeugungskosten orientiert waren. Oligopolbildung und gezielte Angebotsverknappung haben zu gravierenden Preissteigerungen auf den Großhandelsmärkten geführt. Stadtwerke, die langfristig am Markt erfolgreich und unabhängig bleiben wollen, sollten sich daher nicht ausschließlich auf den Großhandelsmarkt verlassen, sondern anfangen, sich auch in der Stromerzeugung nachhaltig zu engagieren. Neben Kraft-Wärme-Kopplung und regenerativer Stromerzeugung sollten auch Investitionen in moderne Kraftwerke fließen, um den Anteil der Eigenerzeugung schrittweise zu erhöhen." Dieses Zitat stammt nicht von KMW, sondern von der Südweststrom GmbH, einem Zusammenschluss mehrerer Dutzend Stadtwerke, die unter anderem ein Kohlekraftwerk in Brunsbüttel errichten wollen. Generell ist es so, dass die Strompreise an den Großhandelsmärkten, also der Strombörse, entstehen. Und dort geht es nach Angebot und Nachfrage. Stadtwerke, die dagegen eigene Erzeugungskapazitäten oder Strombezugsrechte besitzen, können die Energie günstiger beziehen und diese Vorteile an ihre Vertriebsgesellschaften und damit an die Kunden weitergeben. Beim geplanten Kohleheizkraftwerk auf der Ingelheimer Aue gehen wir weiterhin fest davon aus, dass die Anlage Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen produzieren wird. Herzliche Grüße Sandra Neidhöfer ######Nachgefragt bei der KMW AG####### |
| 18.12.2008 10:04 | Sehr geehrte Damen und Herren, zu Ihrer Antwort vom 09.12.2008 15:24: Bedauerlicherweise kann ich mich mehr im Detail an meine Fragen von damals erinnern. Was mir allerdings auf den Nägel brennt ist folgender Gedanke. Laut Angaben vom KMW kann kein Gas- und Dampfturbinekraftwerk gebaut werden, weil es nicht wirtschaftlich sein. Ein Kohleheizkraftwerk sei dagegen wirtschaftlich. Die Wirtschaftlichkeit errechnet sich in meinen Augen aus Kosten (Bau, Werbung, Kohle, CO2-Zertifikate, Steuern, Zinsen, Kreditrückzahlungen, Dividenden, etc.) - Stromverkaufspreis. In dem gesamten Zeitraum sind einige Kosten stark gestiegen. Kohlepreis steigt langfristig, CO2-Zertifikate müssen gekauft werden, Stahl wurde teurer. Meine Frage, vor allem als Verbraucher: wie wird sich der Strompreis im Laufe der Laufzeit entwickeln? Die Frage ist natürlich nicht einfach zu beantworten, weil ich nicht von KMW Strom beziehe, sondern noch von ESWE. Daher erwarte ich auch keine absoluten Beträge in Euro, was der Strom in 10, 20 oder 30 Jahren kostet. Aber da die Wirtschaftlichkeit in unzähligen Gutachten mehrerer Beratungsunternehmen attestiert wurde, gibt es Berechnungen, um welchen Faktor der Strompreis sich ändern wird. Analog dazu werden auch die Endverbraucherpreise sich bewegen. KMW wirbt damit, dass der Strompreis mit dem umstrittenen Kohleheizkraftwerk wirtschaftlich günstig bliebe. Das heißt also, dass der Strompreis unter dem Bundesdurchschnitt bleibt. mit freundlichen Grüßen Ph. Jaeck |
| 15.12.2008 15:53 | #################Redaktion################### Lieber Website-Besucher, vielen Dank für Ihre Frage. Wir haben bei der KMW AG für Sie nachgefragt und folgende Antwort erhalten: Grundsätzlich kann sich die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG nicht zu Einzelheiten eines laufenden Genehmigungsverfahrens äußern. Die KMW AG ist aber gerne bereit, nach Abschluss dieses Verfahrens die angesprochenen Punkte zu diskutieren. Die KMW AG hat stets versichert, dass das geplante Kohleheizkraftwerk die strengen deutschen Grenzwerte einhalten wird. Das gilt natürlich auch für Feinstaub und Stickoxide. #################Redaktion################### |