Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt IFOK beim Gesprächskreis Ingelheimer Aue?
Die KMW AG wünscht sich einen Moderator, der den Gesprächskreis von einem objektiven Standpunkt aus leitet. IFOK ist beauftragt den Dialog als neutraler Vermittler zu begleiten. Die Rolle von IFOK ist damit klar definiert. Der Moderator agiert unabhängig zwischen den Akteuren. Zusätzlich zur Unabhängigkeit bringt IFOK als Moderator des Gesprächskreises umfassende Erfahrungen auch zu den technischen Aspekten komplexer Planungsvorhaben mit ein.
Warum tauscht sich die KMW AG nicht direkt mit den Kritikern des Kraftwerkneubaus aus?
In der Region gibt es die verschiedensten Meinungen und Interessensgruppen. Angesichts dieser Vielfalt wäre es für die KMW allein inhaltlich unmöglich, zeitgleich mit jedem einzelnen Akteur einen intensiven und offenen Dialog zu führen: Spätestens beim Abgleich der einzelnen Gesprächsergebnisse untereinander würde es zu Widersprüchen kommen. Daher braucht ein solcher Dialog mit vielen Akteuren einen festen Rahmen - hier den des Gesprächskreises Ingelheimer Aue.
Die KMW ist Auftraggeber des Dialogverfahrens. Wie kann die Offenheit des Dialogs dabei sichergestellt werden?
Ziel des Gesprächkreises Ingelheimer Aue ist die Diskussion einer Vielzahl verschiedener Meinungen und Interessen. Dieser Austausch kann nur dann funktionieren, wenn nicht eine Partei des Dialogs dominiert, sondern wenn die Einhaltung der Gesprächsregeln durch einen unabhängigen Moderator überwacht wird. Der Arbeitsauftrag von IFOK ist ausdrücklich an diese Unabhängigkeit gekoppelt, d.h. im Gesprächskreis ist die KMW AG nur einer von vielen gleichberechtigten Akteuren und Diskussionspartnern.
Wer hat den Teilnehmerkreis bestimmt?
IFOK hat im Auftrag der KMW AG im Vorfeld dieses Gesprächskreises mit vielen Personen aus der Region gesprochen. Auf der Grundlage der Gespräche und der Diskussion in der Presse im Laufe des letzten Jahres hat die KMW AG zusammen mit IFOK einen Teilnehmerkreis für die erste Sitzung eingeladen. Dabei ist es wichtig, dass alle gesellschaftlichen Gruppen der Region im Gesprächskreis zusammenkommen - Befürworter und Kritiker. Weitere Teilnehmer können jederzeit eingeladen werden – dies entscheidet der Gesprächskreis.
Warum wird der Dialog erst jetzt gestartet?
Die KMW AG hat die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit in den vergangenen Monaten sukzessive ausgebaut. Dieser Weg soll konsequent weiter beschritten und intensiviert werden. Die aufgekommenen Fragen zeigen - etwa beim Erörterungstermin zum Kohleheizkraftwerk - wie wichtig es ist, den Austausch zu suchen und Ideen und Informationen auszutauschen.
Was gibt es noch zu besprechen, die Planungsphase des Bauvorhabens steht bereits kurz vor dem Abschluss?
Der Gesprächskreis diskutiert alle Themen, die die Teilnehmer wichtig finden. Alle werden ihre Position darlegen und mit Hilfe zugrundeliegender Informationen erörtern, gegebenenfalls holt der Gesprächskreis weitere Informationen ein. Bei einigen Punkten wird der Gesprächskreis gemeinsame Lösungen finden, zu anderen Fragestellungen wird eine gemeinsame Lösung schwieriger zu erreichen sein. Dabei können Themen weit über den Rahmen formaler Verfahren hinaus besprochen werden.
Es gibt im Gesprächskreis keinen Konsenszwang. Ziel ist es vielmehr, im Rahmen des Meinungsaustauschs schrittweise zu einzelnen Themen Lösungen zu finden - oder auch die Unvereinbarkeit von Positionen festzustellen.
Soll der Gesprächskreis die Öffentlichkeitsbeteiligung im formellen Verfahren ersetzen?
Das formelle Planungsverfahren und der Gesprächskreis sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Das formelle Verfahren verläuft nach gesetzlichen bzw. regulativen Vorschriften. Im Gegensatz dazu hat der Gesprächskreis die Möglichkeit, sich seine eigene Agenda zu setzen und unabhängig von formalen Vorgaben zu diskutieren. Er ersetzt damit nicht die formale Öffentlichkeitsbeteiligung sondern ergänzt diese.